Skip Navigation Links
Home
Europ. LandschildkrötenExpand Europ. Landschildkröten
KöhlerschildkröteExpand Köhlerschildkröte
Zacken-ErdschildkröteExpand Zacken-Erdschildkröte
DiversesExpand Diverses
Sie sind hier: Skip Navigation Links > Zacken-Erdschildkröte > Ernährung > Carnivore Schildkröten  

Carnivore Schildkröten

Die Chinesische Zacken-Erdschildkröte ernährt sich vorwiegend carnivor und stellt damit unter den sich meist herbivor ernährenden landlebenden Schildkröten eher eine Ausnahme dar. Einige Merkmale ihres äusseren Erscheinungsbildes weisen denn auch deutlich auf diese Ernährungsweise hin:

Hornschneiden

Die Hakenschnabelform der Hornschneiden erinnert an einen Greifvogel. Er dient zum Zupacken von lebender, fliehender Beute. Die Zacken-Erdschildkröte hat als typische Vertreterin eines Fleischfressers stark ausgeprägte, glatte Hornschneiden.

Ein Pflanzenfresser wie zum Beispiel die Breitrandschildkröte (Testudo marginata) verfügt über leicht gezähnelte und breite Kauleisten, um die rohfasereiche pflanzliche Nahrung abbeissen und zerkleinern zu können. Die gesamte Obefläche des Mauls inklusiv Zunge ist bei einer pflanzenfressenden Schildkröte rauh, bei einer Fleischfresserin hingegen glatt.

Krallen

Die schlanken, starken Krallen an den vorderen Gliedmassen sind zwar weniger geeignet, um Höhlen in den harten Boden zu graben, sind aber beim Zupacken der Beute sowie im Zerreissen in mundgerechte Stücke sehr hilfreich.

Ausrichtung der Augen

Beutegreifer haben nach vorne gerichtete Augenpaare, um die flüchtende Beute besser und dreidimensional optisch erfassen zu können.

Speiseröhre

Pflanzenfresser weisen gefaltete, dehnbare Speiseröhren mit vielen Speicheldrüsen als Transporthilfe auf, im Gegensatz zu Fleischfresser, die über glatte Speiseröhren verfügen.

Verdauungstrakt

Der Magen von pflanzenfressenden Schildkröten ist klein, aber muskulös. Die Muskeln erlauben eine gute Durchmischung der Nahrung mit den Magensäften. Die vom Magen aufzunehmenden Nahrungsportionen sind klein, dafür aber wird ständig neue Nahrung eingebracht. Der dem Magen folgende Dünndarm ist bei Pflanzenfressern im Vergleich zum Gesamtdarm relativ klein. Die eigentliche Verdauung der pflanzlichen Nahrung geschieht im Blinddarm. Hier verbleibt der Nahrungsbrei lange, Bakterien erledigen die Aufschlüsselung der Nahrung in ihre Bestandteile. Gelangen zuviel zuckerhaltige Futterarten in den Blinddarm (z.B. durch Fütterung von Bananen), können die schlechten Bakterien Überhand nehmen und die Verdauung bricht zusammen. Die Folge davon ist Durchfall.

Beim Fleischfresser ist der Dünndarm die eigentliche Verwertungskammer der Nahrung. Die gefaltete Schleimhaut ermöglicht die Aufnahme grosser Nahrungsportionen auf einmal.

Stutz-Gelenkschildkröte (Kinixys homeana)
Spinnenschildkröte (Pyxis arachnoides)
Köhlerschildkröte (Geochelone carbonaria)
Sternschildkröte (Geochelone elegans)
Pantherschildkröte (Geochelone pardalis)
Spornschildkröte (Geochelone sulcata)
Afrikanische Schnabelbrustschildkröte (Chersina angulata)


Copyright 2017, Stefan Kundert Literatur ...
 
SIGS
Schildkröten-Interessengemeinschaft Schweiz

www.sigs.ch



Fotogalerie:
Fotogenia
(Stefan Kundert)